Der Palast der Wiedervereinigung in Ho-Chi-Minh-Stadt

Nach fast einem Jahrhundert langem Kampf gegen die französische Kolonialherrschaft, gegen die Besatzung des japanischen Faschismus und gegen die Bombardierung und Invasion der USA konnte sich die Sozialistische Republik Vietnam am 2. Juli 1976 wieder zu einem Land vereinen. Seit 45 Jahren ist Vietnam wieder ein geeinigtes Land, frei von Kolonialismus und Krieg. Dafür musste das vietnamesische Volk lange kämpfen.
Um die Handelswege nach China zu sichern, griff ein französisches Flottengeschwader 1858 die Hafenstadt Đà Nẵng an und besetze sie. Schließlich nahmen sie ganz Vietnam ein. Unter dieser Herrschaft wurden die Steuern verzehnfacht, die Reispreise in die Höhe getrieben und die Bevölkerung der Zwangsarbeit ausgesetzt. Jeder Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen – Guerillagruppen formierten sich.
Um die Handelswege nach China zu sichern, griff ein französisches Flottengeschwader 1858 die Hafenstadt Đà Nẵng an und besetze sie. Schließlich nahmen sie ganz Vietnam ein. Unter dieser Herrschaft wurden die Steuern verzehnfacht, die Reispreise in die Höhe getrieben und die Bevölkerung der Zwangsarbeit ausgesetzt. Jeder Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen – Guerillagruppen formierten sich.
Nachdem die Hitlerfaschisten 1940 Frankreich einnahmen, übten die japanischen Faschisten auf die Kolonialregierung Druck aus. Diese brachten schließlich mit französischer Zusammenarbeit alle Militärstützpunkte in Vietnam unter ihre Kontrolle. Die Kolonialmacht duldete, dass die japanischen Besatzer das Land besonders für Reis ausplünderten und über eine Millionen Vietnamesen verhungerten. Nur die von Hồ Chí Minh gegründeten Việt Minh leisteten gegen sowohl Frankreich als auch Japan Widerstand.
Am 2. September 1945 rief Hồ Chí Minh die Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Vietnam aus und das allgemeine Wahlrecht unabhängig von Geschlecht wurde eingeführt. Erstmals erhielten Frauen die gleichen Rechte wie Männer. Wenige Tage darauf griffen britische Truppen an und Frankreich richtete sein Kolonialregime wieder in Südvietnam ein. Nach dem Ausbruch des Indochinakrieges und dem Triumph der Schlacht um Điện Biên Phủ wurde der Kolonialismus 1954 offiziell beendet. Das Land blieb gespalten.
Im Süden unterstützten die USA die Regierung unter Ngô Đình Diệm, welcher sich durch Stimmmanipulation „wählen“ ließ. Anfangs konnte er Aufstände noch niederschlagen, doch die Regierung geriet durch Widerstand von Studierenden und Buddhisten und durch Korruption ins Chaos. 1963 wurde Diệm schließlich ermordet und eine von den USA unterstützte Militärjunta übernahm die Macht.
Aus Angst, dass, wenn Vietnam sich unter kommunistischer Führung vereint, weitere Länder ebenfalls kommunistisch werden könnten, fingierten die USA den „Zwischenfall im Golf von Tonkin.“ Ohne offizielle Kriegserklärung starteten sie 1965 einen Luftkrieg gegen Nordvietnam und stationierten Bodentruppen im Süden. Schonungslos wurden Zivilisten bombardiert, Massaker verübt und chemische Kampfstoffe eingesetzt, die noch heute massive Nachwirkungen haben. Nach heldenhaftem Kampf des vietnamesischen Volkes und Protesten in den USA wurde endlich am 30. April 1975 der Krieg beendet. 14 Monate später, am 2. Juli 1976, vor 45 Jahren, konnte endlich die vereinte Sozialistische Republik Vietnam ausgerufen werden.