Im Beschluss des Parteivorstandes vom 23. Januar 2021 „Solidarität mit Kuba“ heißt es u.a.:
„DIE LINKE verurteilt Versuche, die Regierung Kubas durch Regime Change-Aktivitäten aus dem Ausland zu stürzen.“ Sowie: „Für DIE LINKE gilt, Menschenrechte sind universell, sie gelten für jede und jeden – überall! Wir treten ein für eine Fortsetzung des Dialogs in Kuba mit kritischen Künstlerinnen und Künstlern sowie Aktivistinnen und Aktivisten zur Demokratisierung der kubanischen Gesellschaft.“ 
Die erste Forderung sollte hierbei nicht zur Debatte stehen. Doch wer sind diese Künsterinnen und Künstler, die in der zweiten Forderung genannt werden? Matti Steinitz assoziiert in seinem Artikel „Ein guter Tabubruch“ (neues deutschland vom 01.02.2021) diese Forderung richtigerweise mit dem aus Künstler*innen bestehenden Moviemento San Isidro (MSI). Wer steckt hinter dieser Bewegung? Die Bewegung dürfte das erste Mal durch ihre Demonstration am 27.11.2020 präsent in den internationalen Medien gewesen sein. Die Demonstration richtete sich gegen die Festnahme des Musikers Denis Solis. Genannter wurde wegen verweigerter Aussage zu Kontakten mit exilkubanischen Terroristen sowie wegen Beamtenbeleidigung, eine Straftat, die Solis selbst gefilmt und veröffentlicht hat, zu acht Monaten Haft verurteilt. In dem Video beleidigt er den Polizisten als Ratte und mit einem schwulenfeindlichen Wort, zudem ruft er die Parole „Trump 2020“ auf die Straße  (ab: 1:50):
Die Demonstration am 27.11.2020, an der rund 200 Menschen teilgenommen haben, wurde medial ausgeschlachtet. Auffällig ist hier die schnelle Unterstützung durch bekannte rechte US-Politiker wie Marco Rubio oder auch die US-Botschaft in Havanna. Nun könnte man zu dem Schluss gelangen, dass die US-Politiker diese Demonstration für ihre Zwecke missbrauchen würden, und genau dies tut Herr Steinitz mehr oder weniger. Doch dabei ignoriert man entscheidende Details. Das MSI ist nicht bloß ein Kollektiv von kritischen Künstler*innen, die gegen eine (angebliche) Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit kämpfen. Stattdessen gibt es zahlreiche Verbindungen in die USA, zu antikubanischen Terroristen und der OAS: Diese stützte zuletzt durch ihre irreführende Berichterstattung zu den Wahlen in Bolivien den dortigen faschistischen Putsch von 2019. Schon vor den Demonstrationen im November bestanden Kontakte zwischen den „Aktivist*innen“ und der US amerikanischen Botschaft in Havanna. Ein führender Kopf der Bewegung, Luis Manuel Otero Alcantara, posiert lächelnd auf einem Foto mit dem OAS-Generalsekretär Luis Almagro und zeigt sich, wie er die kubanische Fahne als Unterhose verwendet. Denis Solis, bekennender Trump-Unterstützer, erhielt, wie er mittlerweile selbst zugegeben hat, Geld von Luis Fernandez Figueras, der 2017 für mehrere Brandanschläge und Sabotageakte in Kuba verantwortlich ist. Mit Carlos Manuel Álvarez ist seit dem 24.11.2020 eine Person für die MSI aktiv, die durch die Leitung eines konterrevolutionären Mediums direkt von den USA bzw. dem Thinktank „National Endowment for Democracy“ finanziert wird. 
Die genannten Verbindungen weisen nicht nur daraufhin, dass sich Herr Steinitz gewaltig irrt, wenn er diesen Beschluss als „guten Tabubruch“ bezeichnet und in ihm eine „linke Solidarisierung“ mit „demokratischen“ Aktivist*innen erkennt. Sie zeigen auch, dass die Solidarisierung der LINKEN mit diesen Aktivist*innen ein direkter Widerspruch zu ihrer zweiten Forderung darstellt: „DIE LINKE verurteilt Versuche, die Regierung Kubas durch Regime Change-Aktivitäten aus dem Ausland zu stürzen.“
Wir als BAK Realsozialismus solidarisieren uns klar mit den kubanischen Genoss:innen und verurteilen die Unterstützung des Parteivorstandes der LINKEN. für das Moviemento San Isidro.